Montag, 27. März 2017

Sein eigener Chef

Ich muss gestehen, ich habe mir mein Studium etwas anders vorgestellt, zumindest was den finanziellen Punkt angeht. Jetzt bin ich seit fast 4 Jahren mit einem Kleingewerbe angemeldet und arbeite neuerdings zusätzlich als Freiberuflicher Texter. Alles schön und gut, möchte man meinen, und ein Stück weit genieße ich auch diese Unabhängigkeit.
Ich kann / muss mich selber um meine Aufträge kümmern, ich entscheide, wie viele Aufträge ich in einer Woche schaffe und ich entscheide, wann und wo ich arbeiten möchte. Außerdem kann ich durch die freiberufliche Tätigkeit immer wieder neue Bereiche entdecken, die ich in einem festen Beruf vielleicht nicht entdecken könnte.
Aber bei aller Romantik und Freiheitsmelancholie hat das Leben als Freiberufler natürlich auch seine eigenen Herausforderungen. Abgesehen vom bürokratischen Aufwand, der sich bei mir noch in überschaubaren Grenzen hält, ist man natürlich selber dafür verantwortlich, dass genügend Geld in die eigenen Taschen kommt. Das Risiko, am Ende des Monats auf dem Trockenen zu sitzen begleitet mich gerade am Anfang auf Schritt und Tritt. Ich habe dennoch diesen Schritt nicht bereut, da  Für mich bleibt der Nervenkitzel, jeden Tag aufs Neue nach neuen Einnahmequellen und Auftraggebern zu suchen auch eine schöne und aufregende Arbeit mit sich bringt.

Freitag, 17. März 2017

Die Crafts der Biere

Habt ihr schon einmal von "Ugly Duck", "Brew Dog" oder "Wychwood" gehört?
Nein, das sind keine neuen Tierrassen, die Rede ist hier von Craft Beer, handwerklich gebrautes Bier, bei dem die traditionellen Brau-Traditionen mit innovativen Ideen und Geschmacksrichtungen gemischt werden. Der Vielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt,  dabei darf auch gerne jenseits des Reinheitsgebots experimentiert werden. Warum also nicht einmal ein Bier auf Maisbasis probieren?!

Auch hierzulande schießen immer mehr Craftbierbrauereien aus dem Boden. Diese kommen zwar nicht annähernd an die Produktionsmenge der industriell hergestellten Traditionsbiere heran und sind dem entsprechend in der Regel etwas teurer, dafür überraschen sie mit ganz neuen Geschmackseindrücken, über die man nur staunen kann. Da mischen sich feine Kaffeenoten mit einer Spur von Pfeffer und der zitronige Grundgeschmack wird durch einen herben Abgang abgerundet.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich im Internet über die verschiedenen Hersteller und Biersorten informieren. Gute Anlaufstellen für einen ersten Überblick bieten z.B. die Seiten https://craftbeer-revolution.de/ und https://www.craftbeer.com/ an und wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch selber als Hobbybrauer versuchen. Hierzu sind allerdings, wie es in Deutschland üblich ist, einige Gesetze und Vorschriften zu beachten. Genaueres hat der Zoll auf seiner Homepage zusammengefasst: https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Alkohol-Kaffee-Kraftstoffe-Strom-im-Haushalt/Brauen-Brennen-Roesten/Bier/bier.html

Ich hoffe, ihr seid ein wenig auf den Geschmack gekommen und probiert mal eine neue Biersorte aus. Oder ihr braut sogar euer eigenes Bier, dann freue ich mich immer über nähere Informationen.
Wohl bekommt´s!

Euer Sebastian

Montag, 13. März 2017

Chaotische Verhältnisse

Es heißt, nur das Genie überblickt das Chaos. Ich frage mich, ob wir in unserer heutigen Welt überhaupt noch Genies haben und wenn wir sie haben, warum sie nicht gehört werden. Gestern fanden in den Niederlanden die Parlamentswahlen statt und ich glaube schon, dass das Ergebnis durchaus hätte schlechter ausfallen können. Bei aller Euphorie dürfen wir aber nicht vergessen, dass rechte und europafeindliche Kräfte den zweiten Platz einnehmen konnten. Ich glaube nicht, dass die Befürworter eines gemeinsamen Europas auch nur im Ansatz verstanden haben, welches riskante Spiel sie spielen.
In diesem Jahr werden noch weitere wichtige Wahlen in Frankreich und in Deutschland folgen und auch da sehen die Zeiten momentan nicht sehr rosig aus. Die Europäische Union muss sich neu erfinden. Sie hat sich in einer viel zu kurzen Zeit viel zu schnell ausgebreitet und dabei viel zu sehr in die individuellen Strukturen ihrer Mitgliedsländer eingegriffen. Es heißt immer, man wolle kein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Bei den unterschiedlichen Verhältnissen, die in den Mitgliedsstaaten der EU allerdings vorherrschen, hätte es allerdings offensichtlich gewesen sein müssen, dass jedes neue Mitgliedsland eine individuelle Anpassung an die EU benötigt.
Stattdessen die Brechstange herauszuholen und mit Gewalt alle Mitgliedsstaaten auf eine Linie zurechtzustutzen kann nur scheitern.
Wenn wir in einer starken Union leben möchten, müssen wir langfristig darauf hinarbeiten, dass wir zum Einen gemeinschaftlich handeln aber zum Anderen die einzelnen Bedürfnisse und Anforderungen der Mitgliedsstaaten nicht außer Acht lassen. Ich fürchte, da muss die Europäische Union wie sie jetzt ist noch sehr viel lernen.

Freitag, 3. März 2017

Wo sind die Clowns?

Kommt es euch auch manchmal so vor, dass unsere Gesellschaft immer humorloser wird? Nicht nur, dass mittlerweile Satire mit Beleidigungen gleichgestellt wird, auch die richtig guten Humoristen scheinen immer seltener zu werden.
Dabei wäre es gerade in der heutigen Zeit so wichtig, hin und wieder mal die Ernsthaftigkeit des Lebens beiseite zu legen und sich einfach mal berieseln zu lassen.