Freitag, 17. Februar 2017

Alles Blau oder was?

Manch einer verspricht das Blaue vom Himmel. Wer sich darauf einlässt, ist ziemlich blauäugig und wird womöglich sein Blaues Wunder erleben. Auf den Schreck wird er dann vielleicht am nächsten Tag blau machen und nach einem Beruhigungsschnaps blau sein und mit etwas Glück kommt man mit einem blauen Auge davon. Die Farbe Blau spielt in unseren Sprichwörtern eine ziemlich große Rolle. Es ist an der Zeit, der Herkunft dieser Sprichwörter auf den Grund zu gehen.

Für das erste Sprichwort habe ich eine Erklärung gefunden, nachdem blau die Farbe der Täuschung ist. Andere Quellen benennen blau hingegen als Farbe der Ehrlichkeit.
Mir erscheint eine weitere Theorie wahrscheinlich. Der Himmel ist kein greifbarer Gegenstand. Ihn einzufangen ist unmöglich. Das Blaue vom Himmel zu versprechen daher aus rein pragmatischen Gesichtspunkten unmöglich.

Für die Redewendung "blauäugig sein" existiert tatsächlich eine greifbare Erklärung. Babies haben in der Regel kurz nach der Geburt blaue Augen. Wer also blauäugig ist, verhält sich so unbedarft und naiv wie ein kleines Kind.

Ihr blaues Wunder konnten im Mittelalter die Färber erleben. Nach dem Färben reagierten grüne und gelbe Farben in Verbindung mit Sauerstoff und färbten den Stoff blau, sodass Färber häufiger ihr blaues Wunder erleben mussten,

Die Herkunft des Ausdrucks "blau machen" ist nicht vollständig gesichert. Vermutlich stammt er allerdings auch aus dem Färberhandwerk. Nach dem Einfärben mussten die Stoffe mindestens einen Tag lang in der Sonne liegen und trocknen, wobei blaue Stoffe sehr beliebt gewesen sind. Die Färber konnten sich ausruhen und machten an eben diesem Tag "blau".

Warum man im betrukenen Zustand "blau" ist, geht vermutlich auf die Farbe der Trinkernase zurück, bei der besonders die Venen hervortreten und leicht bläulich unter der Haut hervorschimmern,

Die Herkunft des Sprichwortes "mit dem blauen Auge davonkommen" ist relativ einfach. Wer sich auf einen Kampf mit einer überlegenen Person einlässt, und diesen Kampf mit leichten Blessuren verlässt, ohne groß Schaden davon getragen zu haben, hat ziemlich viel Glück gehabt. Er ist mit einem blauen Auge davon gekommen.

Bei so vielen blauen Sprichwörtern wird es wohl jetzt an der Zeit, ins Grüne zu fahren bevor ich vollständig den roten Faden verliere.

Bis Bald,
Euer Sebastian



Donnerstag, 16. Februar 2017

Bonn oder Berlin? Eine Geschichte aus zwei Städten...

Berlin hatte schon im alten Preußen seit 1709 eine bedeutende Stellung als Hauptstadt des Königreiches. Sie wurde vergrößert, verkleinert, in West- und Ost-Berlin geteilt, wiedervereinigt, und mit einem unvollendeten Flughafen zur Lachnummer degradiert. Dabei bietet Berlin nicht nur aus politischer Sicht so viele interessante Orte zum Entdecken. Angefangen bei den Regierungsgebäuden bis hin zu den Parks. Dabei erkennt man als Besucher, dass Berlin grüner ist als gedacht. Alleine der Bereich um den Wannsee bietet Natur pur. Architekturbegeisterte werden sicherlich neben dem Berliner Dom und Schloss Bellevue auch das Rote Rathaus, die Museumsinsel und natürlich das Brandenburger Tor zu schätzen wissen. 
So oder so ist Berlin auf jeden Fall eine Reise wert...








...ebenso wie Bonn. Die kleine Schwester besitzt zwar gerade einmal etwa 13% der Fläche von Berlin, bietet aber ebenso einige interessante Sehenswürdigkeiten. Natürlich ist aus kulturellerSicht der berühmteste Sohn der Stadt, Ludwig van Beethoven angemessen gewürdigt worden. Aber auch das politische Bonn ist nicht vollständig in Vergessenheit geraten. Das ehemalige Bundestagsgebäude sowie die Villa Hammerschmitt können ebenso besichtigt werden, wie die Erst- und Zweitsitze der Bundesministerien. 
Wen die Politik wenig interessiert, der sollte sich auf jeden Fall zum Rheinufer aufmachen. Die Aussicht auf das Siebengebirge ist großartig. 

Für welche Stadt auch immer man sich entscheidet, sehenswert sind beide auf jeden Fall!











Dienstag, 14. Februar 2017

Blumige Grüße

Heute ist wieder der Tag der Tage; die Einen lieben ihn, die Anderen hassen ihn und verteufeln ihn als künstliche Erfindung der Blumenindustrie: Valentinstag!
Worum geht es eigentlich genau an diesem Tag? Ursprünglich geht es bei diesem Gedenktag um das Gedenken an den Heiligen Valentin, der laut einer Überlieferung Aufgrund seines christlichen Glaubens an einem 14. Februar von den Römern enthauptet wurde. Der Legende nach soll der Priester liebende Paare trotz römischen Verbots nach dem christlichen Ritus getraut haben.
Die Idee, dass sich Liebende zum Valentinstag Geschenke machen, ist in England übrigens schon seit dem 15. Jahrhundert bekannt.
Tradition hin oder her, die Blumenindustrie wird sich sicherlich auch heute wieder über einen schönen Gewinn freuen.

Ich für meinen Teil verschenke natürlich auch ein paar Blumen an alle Leser-/innen und wünsche euch einen tollen Tag!

Euer
Sebastian






Mittwoch, 8. Februar 2017

Bücher mögen sich nicht rechnen, aber sie zahlen sich aus

Keine Sorge, das wird keine weitere Buchrezension über den besten Krimi oder die schönste Liebesromanze des Jahres. Nein, es wird ein Aufruf für Bücher und Bücherschränke. Ich meine, so richtig echte Bücher aus Papier.
In Düsseldorf, und in vielen anderen Städten, stehen an verschiedenen Orten Bücherschränke wo man alte Schinken loswerden, und neue Schätze sammeln kann. Leider werden diese immer häufiger beschädigt oder mit sachfremdem Inhalt gefüllt und ich stelle mir mal wieder die Frage, warum in der heutigen Zeit jede noch so sinnvolle öffentliche Einrichtung mutwillig beschädigt oder zerstört wird.
Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht. Lasst doch die Leute Bücher lesen, die Bücher lesen wollen und lasst eure Wut an einem Boxsack aus.

Euer
Sebastian


Dienstag, 7. Februar 2017

Brauchtum, braucht man das?

Bald geht es wieder los, und in den Karnevalhochburgen des Landes ziehen wieder die Jecken durch die Straßen. Als gebürtiger Rheinländer gerate ich wie jedes Jahr wieder in Versuchung, mich dem Treiben hinzugeben und den "Zoch" vor Ort mitzuverfolgen.
Und wie jedes Jahr erinnere ich mich an das jeweils vorherige Jahr, in dem ich mir die Bahnfahrt mit einer Horde alkoholisierter Jugendlichen teilen musste, mir anschließend den Weg durch die Schnapsleichen gebahnt habe (um 11 Uhr vormittags) um dann in Eiseskälte darauf zu warten, dass die ersten Wagen und Fusstruppen an mir vorbei laufen und mit Kamelle (die Dank neuer Sicherheitsrichtlinien auch immer einfallsloser zu werden scheint) um sich schmeißen.
Wenn dann noch die Gedanken an die Rückfahrt mit noch mehr alkoholisierten Jugendlichen ("dürfen die überhaupt schon Alkohol trinken?") und jeder Menge gröhlender Mitreisenden wieder hochkommt, ist die Stimmung erst einmal dahin.
Dabei ist doch der Karneval angeblich eben dazu gemacht worden, um gute Laune zu verbreiten und die Narrenfreiheit zu feiern.
Wenn in der heutigen Zeit der Begriff der Narrenfreiheit allerdings so gedeutet wird, dass man sich mit möglichst dummen Aktionen (auf die tatsächlich nur ein Narr kommen kann) möglichst schnell ins alkoholische Nirvana schießt, kann selbst ich als Rheinländer dem bunten Treiben nichts Gutes mehr abgewinnen.
Obwohl, doch! Auch in diesem Jahr wird es wohl wieder besonders in Düsseldorf viele bissige und humorvolle Motive auf den Wagen der Karnevalsgesellschaften geben und auch in diesem Jahr werden die Emotionen und Reaktionen darauf nicht lange auf sich warten lassen. Und für gute Satire lohnt es sich dann halt doch, den Umzug live mitzuverfolgen.
 In diesem Sinne, Helau und bis Bald!
Sebastian

Montag, 6. Februar 2017

Barcelona - Berge und Meer... und jede Menge Gaudi

Der Buchstabe "B" wird wohl ein Reisebuchstabe werden. Neben Barcelona warten noch Berlin und Bonn auf eine Kurzvorstellung. Heute geht es aber erst einmal mit der aufregendenen Stadt im Westen Spaniens los, wobei "Spanien" hier nicht ganz richtig zu sein schein. Die meisten Bewohner sehen sich eher als Katalanen und es gibt regelmäßige Bestrebungen, einen autonomen Status zu erwirken.

Aber zurück zur Stadt selbst. Barcelona besticht nicht nur durch jede Menge sehenswerter Kultureinrichtungen, sie verbindet auch die Berge der Pyrenäen mit dem Meer. Diese Mischung bietet einen abwechslungsreichen Aufenthalt und sollte für jeden Besucher das richtige Urlaubsfeeling anbieten.

Wie schon oben erwähnt, hat aus kultureller Sicht besonders der Künstler Antoni Gaudi seinen Stempel der Stadt aufgedrückt. Seine Bauwerke mit geschwungenen Linien und organisch wirkenden Formen sind überall in der Stadt zu sehen. Am Beeindruckensden dürfte allerdings der Park Güell sein, ein 17 ha großer Park an dessen Gestaltung Antoni Gaudi maßgeblich beteiligt gewesen ist. Leider kostet der Park mittlerweile Eintritt, aber ein Besuch lohnt sich allemal.

Wer es lieber kulturell hat, der sollte sich auf jeden fall das Barri Gòtic (Gotisches Viertel) mit seinen Baudenkmälern aus dem 14. und 15. Jahrhundert ansehen. Die gotische Kathedrale von Lissabon bildet das Zentrum des Viertels und steht allen Besuchern offen.
Der Passeig de Gràcia ist das Paradies für alle shopaholics. Zahlreiche Boutiquen säumen die Straße.

Bergsteiger sollten sich auf jeden Fall die beiden Hausberge Mont Juic und Tibidabo erkunden. Von dort hat man einen großartigen Ausblick auf die gesamte Stadt.

Seid ihr selber schon einmal in Barcelona gewesen? Was hat euch am Besten gefallen?

Bis Bald,
Sebastian










Mittwoch, 1. Februar 2017

schreibst du noch oder bloggst du schon?

Nachdem ich den ersten Monat tatsächlich mit Leben füllen konnte, und auch das ein oder andere Feedback erhalten habe, (vielen Dank dafür!), ist jetzt der nächste Buchstabe an der Reihe.
Die wichtigste Frage, die sich mir momentan für den Buchstaben "B" stellt, ist die Frage nach dem "Warum?". Warum blogge ich? Warum blogt man eigentlich?
Für Viele, und zu einem gewissen Teil auch für mich, ist der Blog natürlich auch immer eine Möglichkeit der Selbstdarstellung. Häufig werden die aktuellen Mode- und Makeuptrends hergenommen und ausgiebig analysiert, andere widmen sich ausführlich der Beschreibung ihrer Hobbies.

Für mich sollte ein Blog aber auch mehr sein, er sollte auch eine Plattform zum Gedankenaustausch anbieten. Leider vermisse ich hier und auch auf anderen Blogs die (öffentliche) Diskussion über angesprochene Themen. Sind wir wirklich schon soweit, dass ein einfacher "like" ausreicht, um Zustimmung oder Ablehnung zu einem Thema auszudrücken? Auf der anderen Seite weiß ich auch, dass die Anonymität des Internet gerne mal dazu führt, dass Diskussionen schnell aus dem Ruder laufen. Leider scheinen dabei einige Personen zu vergessen, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Ich würde zu gerne eine Möglichkeit finden, wie man sich im Internet vernünftig austauschen kann, wie man eine Diskussion führen kann, ohne dass es früher oder später zu Beleidigungen und Hasstiraden kommt.
Wenn ihr eine Idee habt, freue ich mich sehr über einen Kommentar von euch, ganz ohne Beleidigungen.
Wenn ihr selber bloggt, schreibt mir doch auch kurz, warum ihr bloggt. Ihr dürft euren Blog anschließend natürlich auch verlinken ;)
 Ich freue mich auf eure Reaktionen

Bis Bald
Euer Sebastian