Sonntag, 18. Juni 2017

Fehler sind gut, oder nicht?

Wie ihr vielleicht wisst, schreibe ich noch auf einem zweiten Blog, der sich mit Tippfehlern und gramatikalischen Unsinnigkeiten beschäftigt. Vermutlich ist es eine Art Berufskrankheit, aber mir fallen solche Fehler sehr schnell auf. Auch wenn ich die meisten dieser Fehler eher amysant finde, stört es mich gleichzeitig, dass sich besonders im öffentlichen Raum so wenig Menschen zumindest im Ansatz um eine richtige Grammatik und Rechtschreibung bemühen. Es ist sicherlich eine Sache, wenn man mal eben einen Facebook-Post oder einen Tweet schreibt. Wenn man allerdings eine offizielle Produkt- oder Firmenhomepage betreut, sollte man meines Erachtens ein wenig darauf achten, was man veröffentlicht.
Jedenfalls habe ich bis heute 89 Posts mit Fehltritten aller Art veröffentlicht, und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden.

Manchmal frage ich mich, ob ich in der Hinsicht tatsächlich sehr speziell und überpenibel bin, oder ob wir tatsächlich den bezug zu unserer Sprache verloren haben. Wenn letzteres der Fall ist, wäre mir sehr wichtig zu erkennen, wie es so weit kommen konnte. Ich fürchte, diese Frage wirt mich noch eine Weile beschäftigen. Bis dahin lasse ich euch erst einmal mit meinen Gedanken alleine und denke über weitere Themen mit dem Buchstaben "F" nach.

Übrigens: In diesem Post habe ich absichtlich ein paar Fehler versteckt. Ich bin gespannt, ob jemand alle Findet und die richtige Anzahl in die Kommentare schreiben kann.

Bis bald,
Euer Sebastian

Sonntag, 4. Juni 2017

Freiflug auf der Datenautobahn

Eigentlich sollte man meinen, dass wir in Deutschland in einem hochmodernen und gut ausgestatteten Land leben. Wenn ich dann aber sehe, wie unsere Internetverbindungen aussehen, bekomme ich regelmäßig Sorgenfalten und graue Haare. Ein Beispiel: In der Großstadt, in der ich wohne existieren über das gesamte Stadtgebiet verteilt öffentliche Hotspots, an denen man sich, so die Theorie, einwählen und so kostenlos im Internet surfen kann. Die Praxis sieht in letzter Zeit eher wie folgt aus: Man findet mit seinem mobilen Endgerät einen öffentlichen Hotspot und versucht sich einzuwählen, man wartet, man bekommt eine Mitteilung, dass man irgend welche Daten eingeben soll, man fliegt raus. Nach dem gefühlt 100. gescheiterten Versuch stelle ich mir die Frage, was daran so schwer sein kann, einen vernünftig funktionierenden Hotspot einzurichten.

Ich habe vor ein paar Jahren Urlaub in Göteborg gemacht. Kaum angekommen, bekam ich per sms alle möglichen Informationen, die ich benötigte um mich im dortigen W-lan anzumelden. Nach nicht einmal einer Minute stand die Verbindung und ich konnte lossurfen. Ich frage mich, was die Schweden anders machen als wir. Theoretisch hätte ich sogar im Busshuttle vom Flughafen in die Innenstadt W-lan kostenlos nutzen können. Ich weiß, spätestens im Urlaub sollte man hin und wieder auch mal abschalten können. Bei der ein oder anderen spontanen Suchaktion habe ich diese Mobilität aber dennoch genossen.

Was am Ende des Tages für mich übrig bleibt ist wohl die Erkenntnis, dass wir doch nicht die fortschrittliche und Zukunftsweisende Industrienation sind, die wir gerne vorgeben zu sein und dass das Internet wohl noch sehr lange für uns alle #Neuland bleiben wird.

Euer
Sebastian.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Errare humanuum est

Irren ist menschlich, das gilt natürlich auch für mich. Als Trump zum Präsidenten ernannt worden ist, dachte ich, dass er zwar mit seinem Auftreten nicht unbedingt den richtigen Ton getroffen hat, aber besonders in Hinblick auf die Beziehungen zu Russland konfliktscheuer sei als seine Kontrahentin, Hillary Clinton. Spätestens, nicht aber erst seit seinen Auftritten auf dem G7-Gipfel muss ich meine Meinung über ihn allerdings deutlich revidieren. Die Art und Weise, wie der POTUS (President of the United States) dort aufgetreten ist, war in jeder Hinsicht mehr als befremdlich. Spätestens das Verhalten dem montenegrischen Ministerpräsidenten gegenüber war sicherlich weit von der angemessenen englischen Art entfernt. Aber auch seine Rhetorik und sein Auftreten den anderen Teilnehmern gegenüber erscheint mir angesichts der aktuellen Lage und der wichtigen Themen auf dem Gipfel in keinster Weise angemessen zu sein. So ist es nicht verwunderlich, dass es Trump ist, der am Ende lediglich eine minimale Einigung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner ermöglicht.
Der Gipfel hat aber auch wieder eine Sache deutlich gemacht: Europa muss sich meiner Meinung nach deutlich emanzipieren, und das schnell. Es kann nicht sein, dass wir uns immer wieder neu von den USA abhängig machen. Hoffentlich war dieser Gipfel ein endgültiger Fingerzeig, wohin die Reise mit einem Präsidenten Trump geht. Man darf allerdings gespannt sein, was sich der POTUS auf seinen nächsten Auftritten einfallen lässt, um die Welt zum Kopfschütteln zu bringen.

That´s all for now!

Donnerstag, 25. Mai 2017

Ergonomie und ihre Tücken

Wenn man sich mit den Produktbeschreibungen in einem bekannten Online-Versand beschäftigt, fällt einem auf, dass viele Produkte mit dem Hinweis "Ergonomisch geformt" versehen sind. In Zeiten von Gesundheitswahn und Fitnessgurus sieht es natürlich immer wieder schön aus, wenn ein Produkt darauf bedacht ist, den Körper zu schonen. Bei einigen Exemplaren geht dieser Trend meines Erachtens allerdings zu weit.

Was bedeutet "ergonomisch" eigentlich? Der Duden definiert den Begriff Ergonomie als
 "optimale wechselseitige Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen"

Es geht also darum, dass ein Werkzeug oder ein Gegenstand so geformt ist, dass er möglichst perfekt an die menschliche Anatomie angepasst ist. Für viele Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände mag es da sicherlich Unterschiede geben, wenn ich dann aber lese, dass ein Gürtel ergonomisch geformt sein soll, kommen mir ernsthafte Zweifel. 

Soweit ich weiß ist ein Gürtel ein flexibler Gegenstand, natürlich passt er sich beim Tragen an die jeweilige Körperform an. Man kann vielleicht noch argumentieren, dass einige Menschen schmalere Gürtel und andere eher breitere Gürtel tragen sollten. Wie jetzt aber so ein Gürtel nicht an den Menschen angepasst sein kann, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Vielleicht bin ich auch noch nicht ergonomiegeschädigt genug, um mir von solchen Auswüchsen ein Bild machen zu können, vielleicht sollten einige Hersteller ihren Ergonomiewahn jedoch etwas reduzieren, sonst entwickelt sich das Ganze zu einer EgoMANIE. Für den Fall, dass sich unter den Leser-/innen jemand mit Gürteln auskennt, freue ich mich natürlich immer über eine Erklärung des Ergonomieverhaltens von diesen modischen und sicherlich nützlichen Accessoires.

Euer Sebastian